Trainingsauftakt in Sonthofen

Sonntag 10.08.2014. Morgens um 6.30 Uhr, Bahnhof Altona: 25 Schwimmerinnen und Schwimmer der WK 4, 3, 2, 1 vom NTSV und der Leistungsgruppe der SG-West treffen sich zur Saisonvorbereitung am vorletzten Ferienwochenende zu einem einwöchigen Trainingslager in Sonthofen (Oberallgäu). Als Organisatoren und Begleiter der 8-tägigen Reise zeichen sich Jann, Jörn, und Lena für die 9- bis 16-jährigen verantwortlich. Für eine Woche soll zu Wasser, auf dem Fahrrad, beim Bergwandern, beim Laufen und Landtraining und bei Strategiegesprächen die neue Saison professionell gestartet werden.
Auch der kurzfristig versandte Tagesablauf schreckte nicht ab. Wecken um 6 (!) Uhr, Frühstück 6.30 Uhr, tägliches Aufsuchen der Schwimmhalle für ein zweistündiges Training von 8.00 – 10.00 Uhr (inklusive 15 Minuten Benutzung der Rutschenlandschaft im Wonnemar Sonthofen :-) ), danach Touren mit dem Fahrrad oder Bergwanderungen mit Lunchpaket, Abendessen um 17.00 Uhr und dann an drei Abenden abschließendes Landtraining oder ein Tagesausklang in geselliger Runde mit vielen Gespräche. Die Bettruhe ab 22.00 Uhr musste bei diesem Programm – auch bei den Großen – nicht groß kontrolliert werden.
Entgegen der Vorstellung einer Saisonvorbereitung in einer warmen und sonnigen Höhenlage, wurden die Sportlerinnen und Sportler vom ersten Tag an vor wettertechnische Herausforderungen gestellt. Während in Hamburg die Sonne schien und 25 Grad herrschten, musste schon die erste Wanderung am Montag zum Sonthofener Hof wegen Regen nach 3 Stunden abgebrochen werden, so dass sehr früh am Tage die Rückkehr zur sonthofener Unterkunft – die Grüntenkaserne – erfolgte. Die erste Probe zur Regentauglichkeit der Kleidung fiel unterschiedlich aus. Von gut durchnässt bis hin zu patschnass war alles dabei. Aber schon einen Tag später konnte dann bei zumindest trockenem Wetter, das Tagesprogramm realisiert werden. In 5 Stunden wurden die 50 km Fahrradtour – mit allen Herausforderungen an bergauf und bergab die die Strecke bot – zur größten Skiflugschanze Deutschlands in Oberstdorf bei zeitweisem Sonnenschein bewältigt. Der nächste große Regen am Mittwoch bescherte den Aktiven eine – von manchem durchaus begrüßte – längere mittägliche Erholungspause, bevor es zum Lauftraining in 3 unterschiedlichen Leistungsgruppen (2 Gruppen Bergläufe/ eine Gruppe an der Ostrach, anschließend in die Sporthalle zum Landtraining) wieder an die frische Luft ging.
Die Sommerrodelbahn in Immenstadt stand am Donnerstag auf dem Programm. Die entsprechende Abfahrt mussten sich die Schwimmerinnen und Schwimmer aber erst erarbeiten. Gut 20 km Anfahrtsweg mit dem Fahrrad, einstündiger Aufstieg, 90 Minuten Wartezeit, 5 Minuten Rodeln, dann unter erneuter Bewältigung etlicher Höhenmeter zurück in die Unterkunft.

Seltener Sonnenschein in Sonthofen

Freitag wurde – nachdem der Regen am Mittag ein Einsehen hatte – erst mit allen Aktiven durch die Starzlachklamm gewandert, dann wurde der Sonthofer Hausberg, der Grünten mit 1753 Höhenmetern, neben den Trainern auch von 10 Aktiven bezwungen. Zur Belohnung und zum Aufwärmen gab es dann in der Hütte Kaiserschmarrn oder Germknödel mit heißem Kakao.
Ein Höhepunkt für die „Großen“ wäre zweifelsohne das Canyoning am Abschlusstag gewesen, leider wurde wetterbedingt „nur“ Rafting in Schlauchbooten auf der Iller daraus. Nicht aus blieb dabei das ein oder andere Bad so einiger Schlauchbootbesatzungen in der
kalten Iller. Die Anderen wanderten und tobten sich in den prima Sportstätten der Grüntenkaserne aus. Diese hat sich im Übrigen nach anfänglichen Berührungsängsten als sehr gutes Quartier erwiesen; gab es doch für die Meisten wenig zu meckern. Die Zimmer waren geräumig, das Essen gut und auch die übrigen Räumlichkeiten entsprachen den Bedürfnissen der Trainingsgruppe.
Dass im Allgäu auch mal die Sonne scheinen kann, konnten die hamburger Schimmerinnen und Schwimmer- ähnlich wie schon bei der Anreise – auf dem sonntäglichen Heimweg erleben. Die Rückfahrt wurde bei strahlendem Sonnenschein mit einem grandiosen Blick auf die Allgäuer Alpen belohnt. Nach 8,5 Stunden Zugfahrt und 25 Minuten Verspätung wegen polizeilicher Ermittlungen – Jörn behauptet, die Finger dabei nicht im Spiel gehabt zu haben, auch wenn das gesamte Gepäck gekennzeichnet war mit
roten „Beschlagnahmt“-Schildern – erreichten die Aktiven dann den Bahnhof Altona.
Alle gesund, bestens vorbereitet für die Herausforderungen der Saison, mit Bergen feuchter Wäsche und schlammverkrusteter Wanderstiefel. Die ganz Unermüdlichen legten dann die letzten Kilometer in Hamburg, wo es jetzt mal zur Abwechslung regnete, nochmals mit dem Fahrrad zurück.
Die abschließende „Manöver“-Kritik aller Beteiligten fiel zur Freude der Betreuer durchweg positiv aus. Welch größeres Lob kann es geben, als dass alle eine Wiederholung begrüßen würden. Dies auch Dank Jann, der die Kontakte vor Ort herstellen konnte und die wesentliche Organisation übernommen hat. Die Großen waren für die Jüngsten da – und Lena hat jeden Abend vorgelesen, sodass auch das Heimweh schnell vergessen war. Die Unentschlossenen hatte je Wunsch und Tagesform die Chance sich hier oder dort anzuschließen, Werwolf kann man zwischen 10 und 70 Jahren auch zu zwanzigst spielen. Es bleibt für alle die Erinnerung an ein gelungenes Trainingslager, bei dem der Spaß nicht zu kurz gekommen ist, aber – so zumindest nach Auskunft der Trainer und in Anbetracht des anspruchsvollem Tagesprogramms – auch die Bewegungsziele erreicht wurden!

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