Auf einem Wettkampf im September sprach Heike vom NTSV mich an, ob wir nicht mal gemeinsam ins Trainingslager
fahren wollen. Aus diesem kurzen Gespräch entwickelte sich schnell eine handfeste Planung.
Bald war ein Termin ins Auge gefasst. Die Weihnachtsferien gingen so weit in den Januar hinein,
dass wir die letzten vier Tage günstig fanden. Aber war noch eine Jugendherberge und viel wichtiger
ein Schwimmbad zu bekommen? Es stellte sich heraus, dass das im Zeitalter des Internets kein Problem
sein sollte. Montag die Jugendherberge angemailt, Dienstag die Antwort, das Plätze frei sind und die
eMail-Adresse des Schwimmbades, umgehend die Anfrage ans Bad, Donnerstag das Okay vom Bad,
Absprache mit Heike, Freitag gebucht. Da kann man nicht meckern, oder?
Aber werden wir auch genug Kinder finden, die mit möchten? Auch dieses sollte kein Problem werden.
Die Plätze waren innerhalb kurzer Zeit vergeben. Nun ging es noch an die genaue Planung unserer Aktivitäten.
Heike und ich merkten schnell, dass wir auf einer Wellenlänge schwimmen und ähnliche Vorstellungen haben,
von dem, was wir im Trainingslager so tun wollten.
Es trafen sich somit am Donnerstag, den 4. Januar 21 Kinder im Alter von 7 bis 11 Jahren und zwei
Trainerinnen an der Moorweide beim Dammtor. Das Gepäck wurde in zwei PKW's verladen,
wir bestiegen die S-Bahn, um über den Hauptbahnhof und Lübeck nach Ratzeburg zu fahren.
In der S-Bahn saß eine ältere Dame mitten in unserer Gruppe. Als ich als letzte ausstieg,
meinte sie zu mir: "Das war ja eine ruhige und höfliche Gruppe. Sind die immer so?"
Ich entgegnete nur: "Das weiß ich nicht. Wir fahren gerade erst los."
Im Nachhinein muss ich aber zugeben, sie waren tatsächlich (fast) immer so! (Kaum zu glauben, oder?)
Die Fahrt verlief unauffällig, wenn man von einer verstopften Toilette (der einzig erreichbaren),
einem unwilligen Schaffner und ca. zehn Kindern, die mal müssen, absieht.
In Ratzeburg wurden unsere Erwartungen übertroffen. Wir hatten die Jugendherberge für uns allein.
Wir konnten uns die Zimmer so aussuchen, wie es am besten zu unserer Gruppe passte.
Schnell waren die Betten bezogen, die Koffer ausgepackt und die Jugendherberge erforscht.
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Nach dem ersten Training merkten die Kinder jedoch schnell, dass wir doch nicht nur zum Spaß in Ratzeburg waren.
Erste Erschöpfungserscheinungen stellten sich ein, die nach einer recht kurzen Nacht und dem
Vormittagstraining am nächsten Tag kaum besser wurden.
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Im Zug gab es dann endlich die Auswertung der Zimmerkontrolle. Jeden Abend haben wir die Zimmer kontrolliert
und Punkte verteilt für die Ordnung im Zimmer. Waren die Schuhe im Flur aufgereiht, die Betten gemacht,
die Schwimmsachen im Keller aufgehängt, der Boden gefegt?
Nach der ersten Kontrolle waren fast alle Zimmer gleich auf. Was sollten wir nur tun?
Es mussten Minuspunkte her. Die gab es ab dem nächsten Tag für Fußballspielen im Zimmer,
Lärmen in der Mittagsruhe, vergessenes Bettlaken bei der Endkontrolle. Da fiel uns schon genügend ein!
Es siegte das große Mädchenzimmer mit Lovisa, Clara, Marie und Paula (siehe Foto).
Zur Belohnung gab es ein kleines Wellness-Programm. Wir müssen aber sagen, dass alle Zimmer ziemlich
ordentlich waren, und die Plätze eng beieinander lagen.
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So, nun ist inzwischen eine Woche vergangen, die Koffer ausgepackt, die Wäsche gewaschen,
fast alle Materialien wieder an ihrem angestammten Platz, und ich habe mich auch ein bisschen erholt.
Ihr hört richtig: Nicht nur die Kinder waren kaputt, nein auch wir Trainerinen!
Glücklicherweise übernahm mein Göttergatte die Kinder und ich konnte mir ein Mittagsschläfchen gönnen!
Nun ist nur noch der Papierkram zu erledigen...
Alles in allem war dies ein gelungenes Trainingslager! Alle Kinder machten großartig mit,
wir hatten keine Ausfälle und kaum Zickattacken. Die Heimwehanfälle kriegten wir wieder in den Griff,
und die einzig Verletzte war ich! (Inzwischen nimmt mein großer Zeh aber wieder seine ursprüngliche Form
und Farbe an!) Außerdem ist es auch toll zu sehen, dass viele Kindern in der kurzen Zeit
große Fortschritte gemacht haben. Die Qualen haben sich gelohnt!
Heike und ich, wir freuen uns auf ein nächstes Mal mit Euch.
Mal sehen, wohin es uns dann verschlägt...
Berit
Am 4.Januar sind wir mit dem Zug nach Ratzeburg gefahren. In der Jugendherberge wurden zuerst die Zimmer verteilt. Die Zimmer waren sehr schön. Wir hatten direkten Blick auf den See. Danach hat jeder jedem geholfen, denn wir sollten unsere Betten beziehen. Danach sind wir zum Schwimmbad gegangen. Das Schwimmbad war gleich nebenan. Als wir mit dem Schwimmen fertig waren, hatten wir einen riesen Hunger. Uns hat das Essen geschmeckt.
Wir mussten dreimal umsteigen, damit wir ankommen. Man wird mit superduper Musik geweckt. Und der echte Knaller: Daneben ist ein Schwimmbad. Wir kriegen regelmäßig Versorgung. Man ist echt scholle, wenn man ist Bett geht.
unser Trainingslager in Ratzeburg war echt cool. Wir sind zweimal am Tag zwei Stunden geschwommen. Das Essen war lecker und das Personal war echt nett. Das Schwimmbad war super, weil wir es morgens für uns hatten. Alle waren freundlich, z. B. wenn wir vom Schwimmen kamen, legten wir die nassen Schwimmsachen in einen Wagen, und wenn wir unsere Schwimmsachen wieder einpacken sollten, lagen sie wieder furztrocken, getümmelt und zusammengelegt im Wagen! Service, oder?!?
Wir sind drei Mal umgestiegen, damit wir ankamen. Jeden Abend sind unsere Trainerinnen in unsere Zimmer gegangen, um zu schauen, ob es ordentlich ist. Wir bekamen nämlich Punkte, wenn das Zimmer ordentlich war. Das Schwimmbad war sehr ordentlich und schön.
Ich finde es in Deutschen Jugendherbergen sehr toll. Das Essen ist perfekt. Die Betten sind sehr bequem, und an der Wand hängt eine Lampe, so dass man gut lesen kann. Aber man muss mit einem zusammen im Zimmer wohnen, der nur mit Licht einschlafen kann. Zum Beispiel Mädchen in meinem Zimmer.