71 Kinder, 2 Zeltnächte, Sonne und Regen – willkommen in Ganderkesee

Beeindruckende Mannschaftsgröße beim Einmarsch

Ganze 71 Sportler hatten sich für eine dreitägige Ausfahrt mit Zelt, Schlafsack, Isomatte und Schwimmsachen angemeldet. 11 Betreuer nahmen ebenfalls die Strapazen eines ungemütlichen “Bettes”, ständiger frischer Luft und permanenten Schlafmangels auf sich, um den Kindern die Fahrt zu ermöglichen. Und keiner wurde enttäuscht!
Damit stellte die SG Hamburg-West das mit Abstand größte Teilnehmerfeld aller Vereine! Und mit vielen Sportlern gehen viele Aufgaben einher.

Aufbau der Zelte

Angefangen dabei, dass knapp 40 Zelte aufzubauen sind. Ein Leichtes, wissen doch die meisten der Mitfahrer nach mehrjähriger Übung wo welche Stange hinkommt, wann das Innenzelt hochzuziehen ist und das Heringe nicht nur im Wasser schwimmen. Doch Ganderkesee wäre nicht Ganderkesee wenn das Wetter keinen kleinen Gruß hinterlassen würde. 20 Minuten Platzregen mit Gewitter sorgten für durchnässte Pullis und hektische Handgriffe, um alles Gepäck in unser Mannschaftszelt zu bringen und die im Aufbau befindlichen Zelte schnell hochzuziehen. Auffallend bereits hier die Einsatzbereitschaft der großen Sportler den Kleinen zu helfen!
Anschließend – wie sollte es anders sein – klarte der Himmel auf und dem abendlichen Grillvergnügen stand nichts mehr im Wege. Der ein oder andere testete noch die Wassertemperatur (überraschend warm), verweilte am warmen Grill oder suchte tatsächlich – hingehört liebe Eltern! – freiwillig den Weg ins Bett!
So begann der Samstag sehr unterschiedlich. Von ausgeschlafen und ab halb 6 die Sonne genießend bis zu müden Blickes in der Frühstückswarteschlange stehend. Ein langer Tag stand uns bevor!
Zuerst galt es, sich im Wasser gegen starke Konkurrenz zu beweisen. Der Wettkampfcharakter den die Sportler lieben und suchen kam keinesfalls zu kurz. So gewann Alexis Kraffczyk die 100m Rücken in der offenen Klasse in 1:03,51min (Freibad-Zeit! Keine Decke zum orientieren!) und errang damit den einzigen Sieg in der offenen Klasse am ersten Wettkampftag. Es folgten im dritten Abschnitt des Tages die

Die Sieger der Gummibootregatte

Staffeln. Gegen starke Konkurrenz (Siegerzeit z.B. über 8x100m Lagen mixed 9:10,83) gelang der Sieg über 4x50m Freistil männlich (Jgg 2000 u.j.) in 2:13,10, 4x100m Brust männlich (offen) in 5:28,21 und 4x50m Lagen männlich (2000 u.j.) in 2:41,44. Angespornt von den Erfolgen legten die Teambetreuer noch einen nach und siegten in der 8x50m Gummiboot-Regatta in 5:27,45.

Das Gewinnerteam des Wasserballsturniers

Weiter ging es im Abendprogramm mit einem Wasserballturnier, dass unter lautstarken Anfeuerungsrufen ebenfalls das Hamburger Betreuerteam für sich entscheiden konnte und um 23:30 Uhr ging der letzte Start des Tages ins Wasser. Das einstündige Mitternachtsschwimmen. 13 Sportler stellten sich noch der mitternächtlichen Herausforderung und schwammen unter Flutlicht, bei einsetzendem Regen in den Sonntag. Dieser wurde mit einem Geburtstagsständchen der mehr als halben Mannschaft für Timo eröffnet, der sich die Gelegenheit nicht nehmen ließ in seinen Ehrentag hineinzuschwimmen.
Sonntagmorgen beim Frühstück das bekannte Bild: Aufgeweckte neben müden Augenpaaren und nach einer völlig verregneten Nacht strahlender Sonnenschein.
Als echter Frühaufsteher erwies sich Anja Tillema, die sich zur schnellsten Frau der Veranstaltung kürte und über 50m Freistil in 29,17 Sekunden alle Konkurrenz hinter sich ließ. Die den Abschnitt beendende Staffel über 4x100m Lagen der Männer konnten unsere Jungs mit neuem Veranstaltungsrekord in 4:31,06min für sich entscheiden und kassierten dafür sogar eine Geldprämie!
Ganz spannend wurde es dann noch einmal zum Abschluss der Veranstaltung. Die 8x50m Freistil mixed Staffel stand auf dem Programm. Und trotz teilweise mehr als 10 Starts in den müden Knochen holten unsere Sportler noch einmal alles aus sich raus, schwammen sehr sehr nah an ihre Bestzeiten und erreichten in 3:50,54min das Ziel. Als Zweiter. 3 Hundertstel hinter dem Sieger.
Doch von Enttäuschung keine Spur. Es waren noch ein paar Pokale zu vergeben: Den Siegerpreis für die Gummibootregatte bekam Andreas Kämmer für seinen Einsatz als Kampfrichter und als unermüdlicher Helfer beim Zeltabbau am Sonntag. Den Preis für die besten Einzelleistung männlich im Jahrgang 1999/2000 heimste Nicholas Grillo mit seiner Leistung über 50m Freistil (27,36sek) ein. Und die gesamte Mannschaft gewann den 3. Platz für die beste Teamleistung. Der zugehörige Pokal ging, wie in den letzten Jahren Tradition geworden, an einen der älteren Sportler als Auszeichnung und Würdigung der harten Trainingsarbeit und des Einsatzes für die SG in den letzten Jahren. In diesem Jahr bekam ihn Ida Strauch.
So ging es, das Gepäck in Anhänger verladen und mit dem Auto nach Hamburg geschickt nach einem anstrengenden Wochenende wieder in die Heimat, in ein weiches Bett mit einem festen Dach über dem Kopf!

Die gesamte Mannschaft auf einen Blick

Das Protokoll gibt es hier.


Bericht aus Magdeburg

Die Norddeutschen Meisterschaften 2014 in Magdeburg sind Geschichte und in der Auswertung sollte man sie mit zwei Augen betrachten: Einem Sportlichen und einem, dass die Entstehung der Leistungen anschaut. (Vielleicht sogar noch mehr, wenn man die Perspektive (Veranstalter, Ausrichter, Sportler,…) wechselt, aber wir wollen im eigenen Hause bleiben).

Zuerst die guten Nachrichten:
Wir sind mit 11 Sportlern nach Magdeburg gereist und bei einer ganzen handvoll Zuhause-Gebliebener, fehlten nur Bruchteile einer Sekunde zu einer Qualifikation für den vorläufigen Höhepunkt (Als Beispiel sei hier Till Mozdzanowski genannt, in dessen Jahrgang sich die besten 50 über 200m Lagen qualifizierten und er als 51. leider in Hamburg bleiben musste). Wir sind also weiterhin eine starke, über die Jahrgänge breit aufgestellte (Teilnehmer vom Jgg 93 – 03) Mannschaft mit Potential.
Die Vorbereitung verlief reibungslos, sodass gute Leistungen und Bestzeiten im schnellen Magdeburger Wasser erwartet werden konnte. Doch Erwartungen sind nicht gleich Ergebnisse. Während Anja und Hendrik über 50m Brust ihre Bestzeit klar verfehlten, war es Lennart, der in 31,80 Sekunden zum neuen Vereinsrekord schwamm und sich damit den dritten Platz im Jahrgang 98 sicherte. Tjark schwamm trotz verstauchtem Mittelfinger nur knapp an seiner Bestzeit vorbei, während Max in 32,84 Sekunden mit neuem persönlichen Rekord anschlug. Für Abwechslung sorgte Klara mit ihrem Start über 200m Rücken, blieb hier jedoch auch 3 Sekunden über ihrer Bestzeit.
Der Samstag bot deutlich mehr Abwechslung und Spannung:
Anja meldete sich mit Risiko zu den 100m Freistil, fehlten ihr vor Wettkampfbeginn doch 7 Hunderstel zum Erreichen der Pflichtzeit. Doch das Vertrauen wurde gerechtfertigt und nach 2 Bahnen leuchtete in roten Ziffern eine neue Bestzeit: 1:03,36. Erleichterung!
Seine Klasse zeigte auch Hendrik über 50m Delphin und schwamm in 28,05 Sekunden zu neuer Bestzeit. Gleiches tat Lennart in 28,38 Sekunden und Simon über 50m Rücken in 31,48 Sekunden.
Doch schnell ging es auch wieder bergab: Sowohl Alex (50 Rücken, 50 Delphin), als auch Max (100 Freistil) und Nicholas (50 Delphin) konnten nicht ihr volles Potential abrufen und zum Vorschein bringen. Ganz knapp an ihrer Bestzeit scheiterten im weiteren Tagesverlauf Klara (50m Rücken +2/10) und Nicholas (100 Freistil +2/100).
Und einen Tag zum Vergessen erlebten Hendrik über 200m Brust und Max über 100m Kraul.
Doch der Sonntag bot jedem die Chance, mit einem guten Gefühl wieder nach Hamburg zu fahren.
Die Gelegenheit nutzten Hendrik (50m Freistil, 26,07 sek.), Nicholas (50m Freistil, 26,88 sek.), Tom (50m Freistil, 24,92 sek.) und Simon (100m Rücken, 1:06,83) und verabschiedeten sich mit Bestzeiten aus Sachsen-Anhalts Landeshauptstadt. Trotz fehlender Bestzeit, konnten Klara (100m Rücken, +8/10) und Max (100m Freistil als Staffelstarter, 55,69 sek, 50m Freistil +3/10) mit gutem Gewissen die Heimreise antreten.
Und sowohl Alex (100m Rücken), als auch Hendrik (vor den 50m Freistil) und Lennart (beide 100m Brust), Anja (50m Freistil) und Nicholas (200m Freistil) schwammen ihren Bestleistungen zum Teil deutlich hinterher.
Aber, und das ist an dieser Stelle ausdrücklich zu Betonen, stammen die meisten Bestzeiten aus dem letzten oder vorletzten Jahr. Womit wir beim bereits benutzten Wort “Potential” wären.
Denn, und damit rücken ALLE Leistungen in ein anderes Licht, bei möglichen 7 Stunden Training in der Woche, von denen maximal 5 genutzt werden, ist nicht zu erwarten, dass Leistungen erbracht werden, die mit 9 Stunden Training (also fast doppelt soviel) pro Woche erreicht wurden. Deutlich ist das an den 100m Leistungen vom Sonntag zu erkennen, wenn auf den letzten 20 Metern die Beine schwer werden, die Hände das Wasser nicht mehr greifen…
Vielmehr, und jetzt kommt der Konjunktiv ins Spiel, sollte bedacht werden, was möglich wäre, wenn…
Denn Simon schwimmt nur 4/10 an der Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften über 100m Rücken vorbei. Ähnlich ergeht es Anja über 50m Freistil (+6/10), Nicholas über 100m Kraul (+5/10), 200m Kraul (+2 Sekunden). Hendrik und Lennart hätten über die Bruststrecken nur knapp über bzw. unter Bestzeit schwimmen müssen.
Aber hätte, wenn und so hilft nicht. Fakt ist: Ohne Training kein Erfolg. Das gilt im Schwimmen viel mehr, als in den meisten anderen Sportarten. Das macht diese Sportart einerseits so faszinierend und auf der anderen Seite manchmal brutal hart.
Nächstes Jahr gibt es mehr Trainingszeit mit einer kleineren Leistungsgruppe und die jungen Jahrgänge stehen schon in den Startlöchern und werden ihre Chance nutzen!

Zum Abschluss aber, möchte ich unbedingt allen Teilnehmern zu ihrer erfolgreichen Saison gratulieren! Denn trotz allen Jammerns, waren wir mit 11 Aktiven der zweitgrößte Hamburger Verein und sind stolz, das ausnahmslos ALLE Teilnehmer ihr schwimmerisches Handwerk bei uns gelernt haben. Zudem ist die Saison noch nicht zu Ende. In 2 Wochen starten Nicholas, Tom (beide 50m Kraul) und Klara (3x Rücken) bei den deutschen Meisterschaften. Die Vereinsgruppen, die das in Hamburg schaffen, kann man an weniger als einer Hand abzählen. Herzlichen Glückwunsch!


Norddeutsche Meisterschaften

Freitag, 30. Mai, 6:42 Uhr, Hamburg-Altona, Abfahrt zu den Norddeutschen Meisterschaften.
11 Aktive, alle aus dem eigenen Nachwuchs, werden sich mit den besten Athleten Norddeutschlands messen und die Früchte für ein Jahr hartes Training einfahren!
Und wenn alles gut läuft und die jungen Schwimmer dem Druck standhalten, winkt sogar die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften.
Alles Gute!

Für die Veranstaltungsseite klickt hier


4. Tag in Lindow

Bild des 4. TagesSo ein Trainingslager bietet glücklicherweise auch immer die Möglichkeit, Dinge zu tun, die im üblichen (Trainings)-Alltag außen vor bleiben. Für Stadtkinder kann das schnell mal ein Sonnenaufgang am See oder das Vogelzwitschern sein. Ganz so schlimm ist es in unserer Gruppe nicht, also müssen größere Geschütze aufgefahren werden um die Wohlfühlzone zu verlassen.
Das Wetter gab es her, die Sonner tat ihr Bestes und die Umgebung hat die Möglichkeiten geboten – also hieß es: Ab in den Wald! Querfeldeinlauf, runter zum See, Krafttraining an morschen Stegen und Begrenzungen, Krebsgang (dreckige Fingernägel inklusive), Rollen im Sand und zu guter Letzt: Merkball im Wald.
2 Bälle, Baumstämme als selbstgebaute Spielfeldbegrenzung und jede Menge Spaß, kleine Schrammen inklusive.


2. Tag

Bild des Tages (2)Der 2. Tag in Lindow endet nach 4 Stunden Wasser- und 60 Minuten Landtraining amüsant beim Bowling. Die ersten spontanen Schlaferscheinungen eingeschlossen – völlig zu Recht! Nun geht es anstrengend, aber unterhaltsam in den dritten Tag mit neuen Erlebnissen und Erfahrungen (versprochen!) 🙂


1. Tag in Lindow

Frühtraining

Frühtraining

Bei genauerem Hinsehen offenbart sich das Wesentliche in diesem Bild:
Noch vor den wärmenden Strahlen der lieben Frau Sonne klingelten die Wecker, schälten sich erschöpfte Sportler aus ihren Betten und suchten die wohlige Wärme der Schwimmhalle. Frühtraining, das seinen Namen verdient: Pünktlicher Beginn um 6:00 Uhr! Es folgen heute noch weitere 4,5 Stunden Spiel, Sport und Spaß.


Trainingslager in Lindow

Wir danken wetter.com für die VorhersageEs ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Bedingungen für ein Trainingslager im März sein können. Haben wir vor zwei Jahren noch eine große Schneeballschlacht in Malente veranstaltet, sollten die 19 Jungs und Mädchen, die sich morgen auf den Weg machen, besser noch Sonnencreme und Hängematte in die Tasche stopfen.

Die nächsten 7 Tage verschlägt es die Leistungsgruppe ins nördliche Brandenburg nach Lindow. (Wer wissen möchte, was uns dort erwartet, dem sei Rainald Grebe ans Herz gelegt) 5 Stunden Wassertraining täglich und 90 Minuten an Land werden die willigen Sportler in Form bringen für die Höhepunkte Hamburger Meisterschaften, Norddeutsche Meisterschaften, Deutsche Jahrgangsmeisterschaften.

Je nach Gegebenheit werden wir uns mit einem Bild des Tages melden und die aktuellen Befindlichkeiten berichten.
Aber nun erst einmal: Viel Spaß und Sport frei!